Katholische Erwachsenenbildung - Geschäftsstelle Osnabrück
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Verdiente Mitarbeiter/innen verabschiedet
09.05.12


In den KEB-Frühjahrsversammlungen von Stadt und Landkreis Osnabrück sind gleich mehrere "langgediente" und sehr geschätzte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verabschiedet worden. Ursula Rehse war 28 Jahre lang örtliche Leiterin in Osnabrück, St. Ansgar. Der Vorsitzende Theo Mönch-Tegeder dankte Ihr u.a. mit einem Buch von Kardinal Kasper, das dieser persönlich für sie signiert hat.



Ebenfalls verabschiedet wurden Maria Künnemann und Georg Sandbrink. Frau Künnemann hat lange und mit viel Engagement die KEB in Ankum geleitet, Herr Sandbrink hatte dieses Amt über drei Jahrzehnte in Bersenbrück inne und war darüber hinaus Jahre im Vorstand aktiv. Dechant Dr. Bernhard Stecker und Geschäftsführer Dr. Frank Buskotte würdigten die Arbeit von Frau Künnemann und Herrn Sandbrink ebenfalls mit dankenden Worten, Präsenten und besten Wünschen für die Zukunft.



Eingeführt werden konnten jeweils die Nachfolger/innen: Ansgar Droste in Osnabrück, St. Ansgar; Dr. Jutta Brockhage in Bersenbrück und Bernhard Baune in Ankum. Auch Ihnen sowie den vielen anderen örtlichen Leiter/innen der KEB gilt ein herzlicher Dank für ihr Engagement, ohne das die Erwachsenenbildungarbeit vor Ort gar nicht denkbar wäre.


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Eine Laterne für die nächsten Schritte - Vortrag von Kardinal Kasper
04.05.12
Über 600 Teilnehmende strömten am 03.05.12 in die Herz-Jesu-Kirche von Osnabrück, in die die KEB für einen Vortrag besonderen Formats ausgewichen war. Bildungsveranstaltungen in einer Kirche sind eher eine Ausnahme; der besondere Referent machte es notwendig: Kardinal Walter Kasper sprach zum Thema "Katholische Kirche: Wesen - Wirklichkeit - Sendung".


T. Mönch-Tegeder, Kardinal W. Kasper, Weihbischof T. Kettmann, Dr. F. Buskotte, Domkapitular A. Lüttel (von links)

Mit dem 2010 emeritierten Kurienkardinal kam - nach Papst Johannes Paul II., der 1980 Osnabrück besuchte - der ranghöchste Vertreter der katholischen Kirche in die Domstadt. Theo Mönch-Tegeder, KEB-Vorsitzender, und Dr. Frank Buskotte, Direktor der KEB, freuten sich natürlich sehr über eine solche Veranstaltung, die man vielleicht - ein wenig augenzwinkernd - als Auszeichnung der eigenen Arbeit verstehen könnte; schließlich war der Kardinal eigens und ausschließlich für den Vortrag aus Rom angereist.

Das Thema des Abends fügte sich dabei in den Reigen zahlreicher Veranstaltungen, die sich im Rahmen der KEB-Angebote mit der Vertrauenskrise der Kirche und ihrer Zukunft im Lichte des Konzilsjubiläums beschäftigen.

Kardinal Kasper unternahm in seinem Vortrag einen Blick auf das theologisch Wesentliche der Kirche. Ohne die Probleme der Gegenwart aus dem Blick zu verlieren oder sie in einer idealisierenden Überhöhung von Kirche als Randerscheinungen herabzusetzen, vermochte es der ehemalige Präsident des Päpstlichen Einheitsrates ein Bild von Kirche zu zeichnen, das vielen Zuhörern einen neuen Zugang eröffnete.

Einige Gedanken des Vortrags: "Kirche wächst nicht trotz Krisen, sondern in und durch Krisen"; "Krise ist nicht Niedergang, sondern Krise ist Wende- und Umbruchzeit"; "Kirche ist kein Selbstzweck. Wie der Mond nur strahlt, weil die Sonne ihn erleuchtet, so hat auch die Kirche nur ein Licht, das auf sie fällt - Jesus Christus. Diese Licht aufzunehmen und weiterzustrahlen ist Aufgabe der Kirche und Aufgabe jedes Getauften".



Das Vaticanum II ist für Kasper eine unaufgebbare Orientierung für den Weg der Kirche in die Zukunft. Der Ref. verglich die Konzilstexte mit Laternen, die nicht wie ein Flutlicht eine ganze Piste erhellen, sondern die in der Hand des Voranschreitenden genug Licht für die nächsten Schritte spenden.

Den gesamten Vortragstext finden Sie hier.
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