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Bischof als Gastdozent bei Geflüchteten

KEB schließt 100. Sprachkurs ab

Anlässlich des 100. Sprachkurses für Geflüchtete der Katholischen Erwachsenenbildung im Bistum Osnabrück (KEB) gab Bischof Franz-Josef Bode eine Stunde als „Gastdozent“ zum Thema „Werte des Zusammenlebens“. Im Zentrum stand die biblische Geschichte vom Barmherzigen Samariter. Dieser half einem Wildfremden, der von Räubern schwer verletzt am Straßenrad liegen gelassen wurde. Den Kranken und Armen zu helfen und auch Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten, solle ein Kennzeichen unserer Gesellschaft sein, so Bischof Franz-Josef Bode.

Die Integrationskurse seien eine wichtige Einrichtung, so der Bischof. Um in einer fremden Kultur anzukommen, sei es unerlässlich, die dortige Sprache zu sprechen. Sonst gebe es keine Integration. „Allerdings müssen umgekehrt auch wir Muttersprachler Rücksicht auf diejenigen nehmen, die noch nicht so gut deutsch können“, so der Bischof.   

Die jungen Menschen, die den Kurs besuchen, kommen aus Syrien, dem Libanon, Palästina, dem Irak und dem Iran. Die Männer und Frauen sind allesamt Muslime, was aber eher eine Ausnahme ist. Oftmals gehören die Teilnehmenden verschiedenen Glaubensrichtungen an. In Osnabrück gebe es eine gute Zusammenarbeit der Religionen, so Bischof Franz-Josef Bode. „Wir bemühen uns hier um ein gutes Miteinander und um einen ehrlichen Dialog.“ 

Kirche unterstützt mit Räumen und Infrastruktur 

Zielgruppe der Kurse sind Personen, die eine gute Bleibeperspektive in Deutschland haben, unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus. Sie lernen vor allem deutsch, gleichzeitig sollen sie Hilfen an die Hand bekommen, damit sie sich in der für sie neuen Kultur zurechtfinden. Jeder Kurs umfasst zwischen 200 und 300 Unterrichtsstunden. Außerdem bietet die KEB speziell für Frauen Sprachkurse mit Kinderbetreuung an. Die Kurse werden gefördert vom Land Niedersachsen. Das Bistum und verschiedene Pfarrgemeinden unterstützen das Angebot beispielsweise mit Räumen in Pfarrheimen und dem Stellen der Infrastruktur. 

„Diese Kurse sind eine riesige Bereicherung. Nicht nur die Teilnehmenden profitieren von den erworbenen Sprachkompetenzen. Auch bei der KEB machen die Lehr- und Kinderbetreuungskräfte ihre Arbeit ausgesprochen gerne. Jeder lernt viel in diesen Begegnungen und spürt, wie groß der Bedarf an gegenseitigem Lernen ist“, so Dr. Frank Buskotte, der Leiter der KEB Osnabrück.