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Trauer im Fokus – Kommunikation ist eine Haltung!

Eine digitale Schulung für Ehrenamtliche aus Kirchengemeinden und Hospizdiensten

Die ganze Gesellschaft ist aktuell weltweit jeden Tag im Kampf gegen den Tod. Es wird die Anstrengung von allen – alt und jung - erwartet, möglichst viele Todesfälle zu verhindern. Doch ist das damit verbundene Thema Trauer und vor allem die vielen Trauernden ebenfalls für uns alle in den Fokus gerückt oder bleibt es nach wie vor ein Tabuthema?

Was ist Trauer? Per Definition ist sie eine normale menschliche Reaktion auf einen bedeutenden Verlust!  - und für die Einzelnen ist Trauer so viel mehr!

Die 14 Teilnehmerinnen verstehen sich in Kirchengemeinde oder Hospizdienst als Frauen der Gesellschaft. Sie möchten da sein für andere, ihre Not sehen und Unterstützung anbieten – (Resonanz-) Raum für Trauer bieten. Doch wie kann dies gehen – gerade in Corona-Zeiten?

Gelingt solch eine Schulung auch digital?, fragten sich die beiden Referentinnen, die eigentlich 3 Module in Präsenz geplant hatten. Die Schulung lebt vom Austausch, von den eigenen Erfahrungen und Ressourcen und möchte dieses mit theoretischem Wissen unterfüttern. Daher war das Seminar für Referentin und Teilnehmerin ebenfalls eine digitale Reise. Die Frauen waren begeistert, die Möglichkeiten der digitalen Plattform auszuprobieren, sie konnten in Umfragen zu Wort kommen, sich in Kleingruppen austauchen, durch Präsentationen und Whiteboard ihr theoretisches Wissen vermehren und durch weitere Tools auf einer gemeinsamen Pinnwand themenorientiert Wissen mit Erfahrungen abgleichen. „Der Austausch ist großartig und zudem macht es noch riesig Spaß, die ganzen digitalen Möglichkeiten kennenzulernen“, so äußerte sich eine Teilnehmerin.

Kommunikation ist eine Haltung – lautete ein weiteres Stichwort des 2. Moduls. Das Frau auch digital in Form von kleinen Rollenspielen Kommunikation einüben kann, war für viele erstaunlich. An kleinen fiktiven Szenen, z. B. ein Telefongespräch mit einer trauernden Person aus der Kirchengemeinde, kann oft sehr viel gelernt werden, wenn Rückmeldungen offen und wertschätzend geschehen dürfen.

Mit einer kleinen Kreativwerkstatt schloss die Fortbildung ab. Trotz aller guten Erfahrungen blieb der Wunsch, sich in einem weiteren Seminar evtl. auch einmal live zu treffen. Einige haben bereits erste Schritte in ihrer Kirchengemeinde gemacht und sich weitere Verbündete zum Thema Trauer gesucht. Andere möchten sich noch weiterbilden, denn das Thema Trauer ist komplex, aber nicht nur etwas für Fachleute, sondern eine urmenschliche Erfahrung, die zu uns Menschen gehört. So können wir auch alle Zuhörende und Wegbegleiter*innen sein.