Zukunft braucht Erinnerung „Stolpersteine in Twistringen“
Zukunft braucht Erinnerung - unter diesem Leitmotiv stand die Infoveranstaltung „Stolpersteine in Twistringen“ am 7. Mai im Rathaus. Die Initiativgruppe war beeindruckt von der großen Resonanz und konnte rund 100 Zuhörer begrüßen, die am Vorabend des Tages des Gedenkens und der Versöhnung für die Opfer des zweiten Weltkrieges ihrer Einladung gefolgt waren. Baruch Chauskin, Kantor der jüdischen Gemeinde Osnabrück und Referent des Abends lies die Zuhörer in bewegenden Schilderungen, Bildern und Liedern an seiner Lebensgeschichte teilhaben. Dass auch Jugendliche sich in die Gedenkarbeit engagiert und persönlich einbringen, wurde deutlich als die beiden Schülerinnen Jana Horlach und Marietta Bergmann von der Oberschule in Barnstorf gemeinsam mit ihrer Lehrerin Dorit Schierholz über den Prozess der Stolpersteinverlegung in der Nachbargemeinde berichteten. Viele Zuhörer beteiligten sich an der anschließenden Aussprache mit Fragen und wertvollen Anregungen zur Erweiterung der Gedenkkultur in Twistringen. Nachdenklich und betroffen wurden Sorgen vor dem wieder anwachsenden Antisemitismus aufgenommen. Die Initiativgruppe informierte über den weiteren Prozess der Stolpernsteinverlegung, die voraussichtlich im Februar 2027 erfolgt. Erste Spenden für das Projekt sind bereits eingegangen.
Foto von Redakteurin Charlotte Wolframm:
Bild 1: Baruch Chauskin (zweiter von rechts), Bürgermeister Jens Bley (erster von links) und die Mitglieder der Initiativgruppe „Stolpersteine in Twistringen“ hinter der Bank aus der zerstörten ehemaligen Twistringer Synagoge.
von links nach rechts: Jens Bley, Maria Stenner-Dieckmann, Ruth Meyer, Bianca Röhrig-Kraft, Sylvia Holste-Hagen, Elmar Orths, Baruch Chauskin und Johannes Meyer



