Skip to main content

Nicht wegschauen, wenn Unrecht geschieht

Ein Statement der deutsch-jüdischen Zeitzeugin Ruth Weiss gegen Rassismus und Antisemitismus

Vortrag in Kooperation mit Pax Christi und der Ursulaschule Osnabrück

Die deutsch-jüdische Journalistin und Buchautorin Ruth Weiss gilt als eine wichtige und prägende Stimme gegen Rassismus und Antisemitismus. Als Zeitzeugin der bewegten Geschichte des 20. Jahrhunderts setzt sie sich auch heute noch für Menschlichkeit ein und prangert Ausgrenzungen an.

Die Welt scheint aus den Fugen geraten zu sein, funktionierende demokratische Systeme scheinen zu bröckeln oder werden in Frage gestellt. Friedensmissionen scheitern, Ausgrenzung und Spaltung sind in unserer Gesellschaft spürbar, Toleranz schwindet. Macht wird missbraucht in Kirche und Gesellschaft - im Internet, dort wird mit den Ängsten der Menschen gespielt. In diese Zeit hinein, spricht eine Frau zu uns, der dieses alles in einer unsagbaren Härte widerfahren ist. Gleich mehrmals in ihrem Leben und trotzdem oder vielleicht gerade deshalb hat sie den Mut und die Kraft noch in einem hohen Alter, sich auf den Weg zu machen, um der Welt eine Botschaft des Friedens mitzugeben, damit sich diese schrecklichen Ereignisse nicht noch einmal in der Weltgeschichte wiederholen. Lernen wir aus der Vergangenheit!

Ruth Weiss wurde 1924 in Fürth geboren und musste mit ihrer Familie 1936 auf der Flucht vor dem Naziterror nach Südafrika emigrieren. Dort erlebte sie Ende der 1940er Jahre die Errichtung des Apartheitsregimes. Unter den Eindrücken des am eigenen Leibe in Deutschland erfahrenen Rassismus war die Diskriminierung der nicht-weißen Bevölkerung in Südafrika für sie ein unerträglicher Zustand. Ihre kritische journalistische Arbeit führte 1966 zum Einreiseverbot nach Südafrika und dem heutigen Zimbabwe. Sie arbeitete forthin in Sambia, England und Deutschland.

Ausgehend von den Ausgrenzungserfahrungen in ihrer Kindheit zur Nazi-Zeit sowie die Diskriminierungen der Apartheitspolitik in Südafrika wird Frau Weiss eine Brücke schlagen zu der zunehmenden Polarisierung und Diskriminierung in der deutschen Gesellschaft und Wege aufzeigen, dieser zu begegnen.

Sie können am Mittwoch, 09. März 2022 um 19:00 Uhr entweder in Präsenz vor Ort an der Veranstaltung teilnehmen oder sich digital zuschalten. In beiden Fällen ist hier eine Anmeldung notwendig.